Ludwig Tieck: Wohlauf! es ruft der Sonnenschein Titel entspricht 1. Vers(1813)

1Wohlauf! es ruft der Sonnenschein
2Hinaus in Gottes freie Welt!
3Geht munter in das Land hinein
4Und wandelt über Berg und Feld!

5Es bleibt der Strom nicht ruhig stehn,
6Gar lustig rauscht er fort;
7Hörst du des Windes muntres Wehn?
8Er braust von Ort zu Ort.

9Es reist der Mond wohl hin und her,
10Die Sonne ab und auf,
11Guckt über'n Berg und geht in's Meer,
12Nie matt in ihrem Lauf.

13Und, Mensch, du sitzest stets daheim,
14Und sehnst dich nach der Fern:
15Sei frisch und wandle durch den Hain,
16Und sich die Fremde gern.

17Wer weiß, wo dir dein Glücke blüht,
18So geh und such es nur,
19Der Abend kommt, der Morgen flieht,
20Betrete bald die Spur.

21Laß Sorgen sein und Bangigkeit,
22Ist doch der Himmel blau,
23Es wechselt Freude stets mit Leid,
24Dem Glücke nur vertrau.

25So weit dich schließt der Himmel ein
26Geräth der Liebe Frucht,
27Und jedes Herz wird glücklich sein,
28Und finden was es sucht.

(Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024.)

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Dieses Gedicht könnte aus folgender Literaturepoche stammen:
Author

Ludwig Tieck (1773-1853)

* 05/31/1773 in Berlin, † 04/28/1853 in Berlin

männlich, geb. Tieck

deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer der Romantik

(Aus: Wikidata.org)

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