1Fährt in Berlin die Straßenbahn,
2dann ist sie proppenvoll.
3Was da mit dir, o Mensch, getan
4wird, das ist einfach doll.
5Man rüttelt dich,
6man schüttelt dich;
7man drängt dich so
8und engt dich so –
9In einen Wagen gehen glatt
10zweihundert Menschen rein . . .
11Wer ihn früher nicht gesehen hat,
12der denkt, das muß so sein –!
13New York sitzt an der Panke Strand.
14Es kauft uns arm der Gent.
15Er kriegt den ganzen Hektar Land
16für sechseinhalben Cent.
17Die Börse winkt.
18Valuta sinkt.
19Wirf weg die Mark!
20Was soll der Quark!
21Am Abend steht im Tageblatt:
22»der Geldwert ist so klein . . . «
23Wer ihn früher nicht gesehen hat,
24der denkt, das muß so sein –!
25Am Tische sitzt Herr Helfferich.
26(abstehen seine Ohren.)
27Er schimpft und schilt gar fürchterlich,
28weil wir den Krieg verloren.
29Wie er enthüllt
30und schneidig brüllt!
31Pfui Politik
32der Republik!
33»die neuen Herrn sind mau und matt!«
34So hörst du laut ihn schrein . . .
35Wer ihn früher nicht gesehen hat,
36der denkt, das muß so sein –!
37November Achtzehn schlug die Uhr
38zwölfmal in deutschen Landen.
39Die Nationalen hörtens nur,
40als sie im Nu verschwanden.
41Nun sind sie ja
42all wieder da.
43Es kam so weit
44im Lauf der Zeit.
45In jedem Dorf, in jeder Stadt,
46da pöbeln sie allein . . .
47Wer sie früher nicht gesehen hat,
48der denkt, das muß so sein –!